Unsere monatlichen Termine und Gebetsanliegen - 2026

Jeden zweiten Samstag im Monat treffen wir uns in der Franziskanerkirche in Graz zur Hl. Messe. Als Inspiration nehmen wir die monatlichen G...

10/01/2026

Unser erstes Monatstreffen in 2026

Unser erstes Monatstreffen des Jahres fand in einer besonders warmen und einladenden Atmosphäre statt. Die noch weihnachtlich geschmückte Jakobikapelle und das angenehm beheizte Ordenszimmer boten dafür einen würdigen und zugleich behaglichen Rahmen. Nach der gemeinsamen Feier der Heiligen Messe und dem Gebet für die päpstliche Anliegen und für Berufungen kamen wir zusammen, um uns inhaltlich und geistlich auszutauschen.

Im Mittelpunkt stand ein Brief des Generalministers des Ersten Ordens (OFM), den wir gemeinsam gelesen haben. Durch diesen Text lernten wir Leben, Werk und Spiritualität des seligen Gabriele Maria Allegra näher kennen. Seine Persönlichkeit und sein Wirken haben viele von uns tief berührt und zu einer lebendigen Reflexion angeregt.

Besonders angesprochen hat uns das Thema der Offline-Gemeinschaft und des aufeinander Hörens. Genau das üben wir bei unseren monatlichen Treffen: einander wirklich wahrzunehmen und zuzuhören. So entdecken wir immer neu, was uns verbindet und zusammenhält – und wie daraus Frieden wachsen kann.

Ein weiterer wichtiger Gedanke war die Rolle der Sprache und ihre kulturelle Bedeutung. Sprache ist weit mehr als die bloße Übertragung von Wörtern von einer Sprache in eine andere, wie es Übersetzungsprogramme tun. Sie ist Träger von Kultur, Denken und Glauben – ein Raum echter Begegnung.

Auch unsere eigene Präsenz im digitalen Raum kam zur Sprache. Das Teilen des Wortes Gottes bleibt dort wichtig, aber nur dann, wenn es für uns selbst und für andere echten Wert hat. Es darf nicht zu bloßer, selbstzweckhafter Trendfolge, Unterhaltung oder Selbstdarstellung werden.

Schließlich reflektierten wir über die Erfahrung, dass alles seine Zeit braucht. Wie Maria als Mutter Jesus neun Monate in sich getragen hat, so brauchen auch geistliche Prozesse Geduld und Reifung. Das steht oft im Gegensatz zur heutigen Konsumgesellschaft mit ihrem ständigen Aktivismus. Selbst ein klösterlicher Rückzug kann leicht zu einer bloßen Pflichterfüllung oder einem Punkt auf der persönlichen „Bucket List“ werden. Umso eindrucksvoller ist das Beispiel von Fra Allegra: 26 Jahre widmete er der Aufgabe, nicht nur die chinesische Kultur tief zu verstehen, um die Bibel dort verständlich und annehmbar zu machen, sondern er brachte auch viele Menschen zusammen – aus China und aus seiner italienischen Heimat. In diesem langen, geduldigen Prozess des Dialogs lernten sie voneinander, miteinander und arbeiteten gemeinsam.

Darin liegt das eigentliche Zeugnis des seligen Gabriele Maria Allegra – ein Vorbild für uns heute: Geduld, Tiefe, echte Begegnung und ein Glaube, der verbindet.

Besonderer Dank gilt Bruder Andreas für die Vorbereitung und Leitung des heutigen Gesprächs sowie für die Gitarrenbegleitung zu den Liedern.

Wir freuen uns unf unser Wiedersehen nächsten Monat!

Text mithilfe von ChatGPT: Sr Nikoletta

Foto: Sr Nikoletta

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