Die Verklärung Jesu wird in drei Evangelien beschrieben (Matthäus, Markus und Lukas), doch Lukas hebt zwei besonders wichtige Aspekte hervor.
Der Aufstieg zum Berg: Gebet als Begegnung mit Gott
Lukas betont, warum Jesus den Berg bestieg: um zu beten. Dieses Detail ist entscheidend, denn es zeigt uns, dass das Gebet nicht nur eine Routine oder Pflicht ist, sondern eine bewusste Entscheidung zur Begegnung mit Gott. So wie der Aufstieg auf einen Berg Mühe kostet und Überwindung erfordert, kann auch das Gebet eine Herausforderung sein. Wir müssen Müdigkeit, Ablenkung und innere Widerstände überwinden, um wirklich mit Gott in Verbindung zu treten. Doch wenn wir es tun, werden wir – wie Jesus – von seiner Gegenwart verwandelt.
Das veränderte Gesicht: Gottes Antlitz in uns
Lukas beschreibt, wie sich das Gesicht Jesu während der Verklärung verändert. Dies erinnert uns daran, dass Gott uns nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Jedes Mal, wenn wir in den Spiegel schauen, können wir sein Abbild erkennen. Aber nicht nur in uns selbst – auch in den Gesichtern der Menschen um uns herum ist Gottes Gegenwart sichtbar.
Unsere Gesichter sprechen oft lauter als Worte. Ein Blick, ein Ausdruck, ein Lächeln oder ein Stirnrunzeln können starke Emotionen auslösen. Manchmal verraten sie mehr, als wir aussprechen wollen. Daher ist es unsere Aufgabe als Christen, anderen Menschen durch unsere Ausstrahlung Hoffnung, Liebe und Güte zu vermitteln, anstatt sie zu verurteilen oder abzulehnen.
Unsere Mission: Ein Spiegel der Liebe Gottes sein
Die Verklärung Jesu lehrt uns, dass die Begegnung mit Gott uns verändert. Unsere Aufgabe ist es, diese Veränderung sichtbar zu machen – durch unser Handeln, unsere Worte und sogar durch unser Gesicht. Lassen wir unser Gesicht ein Spiegel der Liebe Gottes sein, damit andere in uns sein Licht erkennen können.
Der Text ist eine Zusammenfassung einer Predigt aus der Franziskanerkirche in Neapel, am 15. März 2025.
Zusammenfasst von Sr Nikoletta mithilfe von ChatGPT